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By Holger Brandes

Dieser erste von zwei Bänden über den "männlichen Habitus" basiert auf mehr als zehnjähriger Arbeit des Autors mit Männergruppen.
Die als Neuauflage (erste Auflage 1992 unter dem Titel "Ein schwacher Mann kriegt keine Frau. Männer unter sich") bearbeitete Dokumentation des Verlaufs einer therapeutischen Männergruppe bietet einer in Fachliteratur bislang einmalig authentische und intime Sicht auf männliche Identität.
Die dokumentarischen, weitgehend wörtlichen Wiedergaben werden ergänzt durch Erfahrungen aus anderen Männergruppen und ausführliche theoretische Reflexionen über die durch den Gruppenprozess angestoßenen Themen und Fragestellungen. Dabei werden psychologische und psychoanalytische Erkenntnisse mit historischen Exkursen und Bezügen auf die Habitustheorie des französischen Kultursoziologen Pierre Bourdieu verbunden.

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Auch meine Mutter hatte nichts gemerkt und war völlig überrascht, als ich ihr sagte, dass ich nicht mehr weiter weiß. " Clemens bestätigt diese Haltung, indem er berichtet, wie er im Studentenwohnheim bemüht ist, seine Unsicherheit zu verstecken. " Paul: "Ich hatte schon als Kind in der Schule immer Angst, umzufallen und dass alle merken, dass ich mich die ganze Zeit nur mit Mühe am Tisch festgehalten hatte ... Keiner hat was gemerkt, auch die Lehrer nicht. Die sind eben nur für den Kopf zuständig - sonst hätte es doch auffallen müssen, dass da so ein Kleiner ...

Auf besondere Weisen zu handeln lernt, die zeitweise schwierig erscheinen. 55 .. " (Mead 1985, S. 151) Nach Mead gibt es im Leben des Mädchens eine kurze und frühzeitige "Periode des Zweifels, des Neides auf den Bruder" (S. ) folgen, deren Basis die Erkenntnis ist, selbst Kinder gebären zu können. Für den Mann ist Mead zufolge "das Gefalle gerade umgekehrt": Auf eine kurze quasi "penisorientierte" und, wie Mead sagt, "exibitionistische" Phase folgt eine jahrelange Ungewissheit, ob ihm die zum Mannsein vorausgesetzten Leistungen auch gelingen mögen.

Dabei sind es in erster Linie die Verhältnisse in den Familien (die Form der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung, das Verhältnis zu Verwandten, die familiäre Objektwelt und anderes), die bei den heranwachsenden Individuen die Habitusstrukturen erzeugen, "welche wiederum zur Grundlage der Wahrnehmung und Beurteilung aller späteren Erfahrung werden" (Bourdieu 1987, S. 101). ), wobei er den Körper zu einer Art Gedächtnis macht, einem Gedächtnis freilich, das unabhängig ist von bewusstem Erinnern und Vergessen, deshalb aber umso wirkungsvoller in der Aufbewahrung dieser Erfahrungen.

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