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By Jürgen Schiener

Wissen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Folgen für das Verhältnis von Bildung und Beschäftigung sind allerdings erst ansatzweise geklärt. Deshalb werden in diesem Buch ausgewählte Bezüge zwischen Bildung, Weiterbildung und beruflichen Karrieren anhand des sozio-ökonomischen Panels nachgezeichnet. Im Einzelnen geht es um den Wert von Bildungsabschlüssen bei der Statuszuweisung, die Entwicklung der Karrieremobilität, um Ungleichheiten in der Weiterbildungsbeteiligung und um den Nutzen beruflicher Weiterbildung für den sozialen Aufstieg. Die Ergebnisse werfen ein kritisches Licht auf den vielbeschworenen Anspruch des "lebenslangen Lernens".

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Handl 1986: 22-3). In neueren Regressionsanalysen des beruflichen Prestiges werden deshalb die einzelnen Bildungsabschlüsse in Form von binär kodierten Dummy-Variablen berücksichtigt (vgl. Müller 2001; Müller et al. 1998). Diese Form der Operationalisierung entspricht einer Vorstellung von Bildungsabschlüssen als Schwellen unterschiedlicher Höhe, die zunächst einmal überschritten werden müssen, um Zugang zu Berufspositionen einer bestimmten Qualität zu erhalten. Das ausgeprägte Berechtigungswesen in der Bundesrepublik (vgl.

Das spricht dafür, dass „seit der unmittelbaren Nachkriegszeit eine sehr enge Anbindung beruflicher Chancen an den Nachweis von Ausbildungszertifikaten [besteht], die nur sehr wenig variiert“ (Däumer 1993: 71). Dagegen lassen die Veränderungen der Skalenparameter über die Berufseinstiegskohorten – Däumer (1993: 67-70) zufolge – auf bedeutsame Verschiebungen im Muster der relativen Bildungsrenditen schließen. Das Ausmaß der Bildungsungleichheiten im Zugang zu vorteilhaften Berufspositionen bleibt zwar insgesamt stabil, aber innerhalb dieses Rahmens verschiebt sich das Ertragsverhältnis zwischen einzelnen Bildungsabschlüssen.

Die Entwicklung der beruflichen Bildungsrenditen wird anhand von Querschnittdaten aus den Erhebungswellen 1984 bis 2000 abgebildet. Für die einzelnen Erhebungswellen werden die Untersuchungsgruppen weiter eingeschränkt auf Erwerbstätige mit deutscher Staatsangehörigkeit und einer tatsächlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 20 Stunden und mehr. Getrennt nach Geschlecht werden für jede Erhebungswelle Kreuztabellen von Bildungsabschlüssen und Berufspositionen gebildet. Dabei werden die Daten in den einzelnen Erhebungswellen mit dem Gewichtungsfaktor Gw = Qw × (nwu /nwh ) gewichtet, um die Effekte der Panelmortalität so weit als möglich zu kompensieren.

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